Ein Foto mit großer Botschaft

Dieses Foto gewann den ersten Platz.

Foto: Elise Blanchard/Unicef/dpa

Manchmal erzählt ein einziges Foto eine ganze Geschichte. In diesem Fall ist es die von Mädchen in Afghanistan, die für ihre Bildung kämpfen.

Zehn Jahre alt ist das Mädchen auf dem Foto. Konzentriert sieht Hajira aus. Vor ihr liegen Schulhefte. Aber sie lernt nicht in einem Klassenzimmer, sondern zu Hause in einem Dorf im Land Afghanistan.

Lernen ist für Mädchen dort extrem schwierig geworden. Nur bis zur sechsten Klasse ist ihnen der Schulbesuch erlaubt. Höhere Bildung hat die Gruppe der Taliban verboten. Diese Gruppe beherrscht das Land seit einigen Jahren. Die Taliban vertreten einen extremen Islam und sind gegen gleiche Rechte für Männer und Frauen.

Das Bild der zehnjährigen Afghanin bekam den Preis „Foto des Jahres 2025“ der Hilfsorganisation Unicef. Die setzt sich weltweit für Kinder ein. Die französische Fotografin Elise Blanchard hat das Foto gemacht.

Ein Symbol für den Widerstand

Unicef begründet die Entscheidung für den ersten Preis so: Das Bild stehe für die Widerstandskraft von Millionen Mädchen in Afghanistan für das Recht zu lernen. Denn obwohl sie es in ihrem Land nicht dürfen, bilden sich viele Mädchen zu Hause im Stillen weiter.

Der zweite Preis ging an die aus Russland stammende Fotografin Natalya Saprunova, für ein Bild ihrer Reportage aus der Mongolei. Dort leiden Kinder unter starker Luftverschmutzung. Auf ihrem Foto sind Kleinkinder zu sehen, die in einem Kindergarten rund um einen Luftfilter schlafen, der die Schadstoffe in der Luft senken soll.

Mit der Auszeichnung „Foto des Jahres“ möchte die Organisation Unicef, und auch die Fotografinnen und Fotografen, auf Kinder in aller Welt aufmerksam machen, denen es nicht so gut geht. Damit könne man die Probleme der Kinder zwar nicht sofort lösen. „Eine spezielle Kraft aber können Bilder sehr wohl entfalten“, schreibt die Organisation. Denn sie können Menschen dazu ermuntern, dem betroffenen Land zu helfen oder Geld zu spenden.