Mehr Lohn für die gleiche Arbeit

Der Mindestlohn liegt bei 13,90 Euro.
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Arbeit kann sehr unterschiedlich aussehen. Menschen arbeiten in Büros, auf Baustellen oder im Krankenhaus. Stell dir vor, jemand arbeitet in einem Supermarkt, hilft Brötchen zu backen oder ist bei einem Sicherheitsdienst. Für diese Arbeit bekommt die Person Geld, das ist der Lohn. Damit niemand für seine wichtige Arbeit zu wenig Geld bekommt, gibt es den Mindestlohn.
Der Mindestlohn ist wie ein Versprechen: Für jede Stunde, die ein Erwachsener arbeitet, muss er mindestens diesen Betrag bekommen. Es ist der kleinste Preis für eine Stunde Arbeit. So ist sichergestellt, dass alle, die hart arbeiten, auch fair bezahlt werden und genug Geld zum Leben haben.
Mehr Geld in der Tasche
Zum 1. Januar ist dieser Mindestlohn höher geworden. Er ist von 12,82 Euro auf 13,90 Euro pro Stunde gestiegen. Das bedeutet, für dieselbe Arbeit bekommt man nun mehr Geld.
Diese Erhöhung ist gut für die vielen Erwachsenen, die gerade den Mindestlohn verdienen. Das sind zum Beispiel Menschen im Verkauf, in der Reinigung oder in der Gastronomie. Sie bekommen jetzt für jede Arbeitsstunde mehr Geld. So haben sie am Ende des Monats mehr in der Tasche. Damit können sie ihre Familien besser unterstützen, sich etwas Besonderes leisten oder für die Zukunft sparen.
Verdient jemand schon viel mehr als 13,90 Euro pro Stunde, ändert sich für ihn nichts. Und wichtig zu wissen: Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, die noch keine Ausbildung abgeschlossen haben, gilt der Mindestlohn meistens nicht.
Den Mindestlohn gibt es in Deutschland noch nicht so lange, erst seit 2015. Damals lag er bei 8,50 Euro pro Stunde. Seitdem ist er immer wieder gestiegen. Eine Gruppe von Fachleuten schaut regelmäßig, wie sich die Preise für Dinge wie Essen oder Miete entwickeln. Sie überlegen dann: „Wie viel Geld brauchen die Menschen, um gut leben zu können?“ Dann schlagen sie vor, den Mindestlohn wieder anzuheben.


