Ein neuer Tag für die Demokratie

In Deutschland dürfen Bürgerinnen und Bürger in der Politik mitentscheiden und den Bundestag wählen.
Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa
Damit wir heute in einer Demokratie leben können, brauchte es viele Meilensteine. Zum ersten Mal feiert Deutschland deshalb den Tag der Demokratiegeschichte am 18. März.
Heute leben wir in einer Demokratie. In Deutschland entscheiden nicht ein König oder eine einzelne Person, sondern die Bürgerinnen und Bürger gemeinsam über Politik. Sie können wählen, wer im Parlament regiert. Und sie dürfen sich versammeln, protestieren oder in Parteien und Vereinen mitmachen.
Das ist aber nicht selbstverständlich und war nicht immer so. Für die demokratische Politik brauchte es viele Ereignisse in der Geschichte. Diese möchte das Land nun mit einem eigenen Erinnerungstag würdigen. Zum ersten Mal findet dieses Jahr der Tag der Demokratiegeschichte statt, und zwar am 18. März.
Wichtige Ereignisse
Das Datum hat in der deutschen Geschichte gleich mehrere wichtige Bedeutungen. Zum Beispiel wurde am 18. März im Jahr 1793 die Mainzer Republik ausgerufen. Bevor es eine Demokratie gab, wurden die meisten Gebiete von Fürsten oder Königen regiert. Die Mainzer Republik war der erste Versuch, in Deutschland eine demokratische Republik zu gründen.
Weitere wichtige Dinge fanden am 18. März statt: Zum Beispiel durften an diesem Datum 1990 die Menschen in der DDR zum ersten Mal frei wählen, wer ihr Parlament regieren soll. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Deutschland in zwei Länder geteilt. Westdeutschland hieß Bundesrepublik Deutschland (BRD). Ostdeutschland hieß DDR. Die DDR war keine Demokratie, sondern eine Diktatur. Deshalb waren die Wahlen 1990 für die Menschen aus der DDR etwas ganz Besonderes.
Die Beispiele zeigen: Demokratie ist nichts, was einfach so da ist. „Zu allen Zeiten haben mutige Frauen und Männer dafür gestritten, dafür gekämpft“, sagt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Er ist Schirmherr des Aktionstages. Das bedeutet, er unterstützt das Projekt und macht es bekannter. Er hat in einer Rede auch darauf aufmerksam gemacht, dass es für die Zukunft wichtig ist, die Demokratie zu beschützen.


