Umweltpreis geht an Lehrerin

Dass sich Bürgerinnen und Bürger in der Klimapolitik einbringen, ist wichtig. Deshalb hat die Deutsche Umwelthilfe einen Preis vergeben.
Foto: Christian Ditsch/epd
Die Deutsche Umwelthilfe hat drei engagierte Frauen ausgezeichnet, die sich in ihrem Alltag für mehr Klimaschutz einsetzen. Hier liest du, was die Preisträgerinnen zu Umweltschützerinnen macht.
Ob bei einer Demonstration gegen Atomenergie oder mit einer Unterschriftenliste für mehr Fahrradwege: Auch kleine Projekte aus der eigenen Stadt können viel für den Umweltschutz bewirken. Dass sich nicht nur große Unternehmen für unser Klima einsetzen, sondern auch Bürgerinnen und Bürger, ist wichtig für unsere Gesellschaft.
Deshalb hat die Deutsche Umwelthilfe dieses Jahr zum ersten Mal einen Preis an Personen aus ganz Deutschland vergeben, die sich mit Herzblut für den Klimaschutz einsetzen. Die drei Preisträgerinnen haben ganz unterschiedliche Wege, das zu tun.
Eine der Umweltschützerinnen heißt Inga Feuser. Sie ist Lehrerin und hat so einige Nachhaltigkeitsprojekte gestartet. Zum Beispiel hat sie sich für einen Klimarat an ihrer Schule eingesetzt, in dem Kinder mitbestimmen dürfen. In der Politik möchte sie dafür sorgen, dass Kinder mehr zu sagen haben.
Bestimmt kennst du das Projekt „Fridays for Future“, bei dem Schülerinnen und Schüler für mehr Klimaschutz auf die Straße gehen. Inga Feuser hat zusammen mit anderen Leuten die „Teachers for Future“ gegründet. Das ist ein Netzwerk aus Lehrerinnen und Lehrern, die die Schulkinder bei den Klimastreiks unterstützen und in den Klassen über Klimathemen informieren. Sie findet, dass „die Schule der zentrale Ort für Klima- und Demokratiebildung ist“.
Einen Preis bekam auch die Ärztin Angelika Linckh. Sie setzt sich zum Beispiel seit Jahrzehnten für eine Verkehrswende in ihrer Stadt ein. Verkehrswende meint hier den Wandel zu weniger Autos und mehr umweltfreundlichen Transportwegen wie Zügen und Fahrrädern.
Auch Emma Maria Stremplat wurde ausgezeichnet. Sie hat ein Projekt gegründet, das Menschen kostenlose Beratung rund um das Thema Umweltrecht gibt. Dort können sich Leute melden, die in ihrer Stadt einen Verstoß gegen Klimagesetze vermuten. Zum Beispiel, wenn ein neues Bauprojekt einen wichtigen Lebensraum angreift.
Die drei Umweltschützerinnen teilen sich einen großen Preis: nämlich 50.000 Euro, die sie für neue Klimaprojekte ausgeben können.


