Ich bin mutig – aber nicht so krass wie Emil!

Eine ganze Kinderschar steht hinter Emil (Nicholas Jonah Peter, Mitte).
Foto: Warner Bros. Pictures
Nicholas Jonah Peter spielt in dem Film „Emil und die Detektive“ die Hauptrolle. Darin hatte er einige schwierige Szenen zu meistern. CHECKY! hat mit dem 14-jährigen Nachwuchsschauspieler gesprochen.
Checky: Stell dir vor, du wärst alleine und mit viel Geld im Zug unterwegs:
Wie würdest du dich vor einem Dieb schützen?
Nicholas: Mein Geld würde ich in einem Geldbeutel in einer Seitentasche meines Rucksacks verstecken. Außerdem würde ich von Fremden auf jeden Fall nichts annehmen.
Im Film „Emil und die Detektive“ spielst du den Jungen Emil, dem im Zug Geld geklaut wird. Was macht Emil deiner Meinung nach falsch?
Er nimmt von einem Fremden etwas an, nämlich Gummitierchen, mit denen etwas nicht stimmt. Zu Emils Schutz muss man sagen, dass er zuerst keine Tierchen will und ablehnt. Aber dann lässt er sich doch bequatschen.
Nachdem Emil das Gummitier gegessen hat, ist er wie im Rausch und ganz benommen. War es schwierig, das zu spielen?
Ja, das war sehr anspruchsvoll. Ich musste ziemlich verrückte Sachen machen. Zum Beispiel sollte ich in einer Traumsequenz wie ein Hund bellen – als Reaktion auf den Dieb, der wie eine Katze miaute.
Was findest du, ist das Coolste an Emil im Film?
Dass er so mutig ist und nie aufgibt. Emil verfolgt im Film ja mit mehreren anderen Kindern den Dieb aus dem Zug. Ich weiß nicht, ob ich mich im wahren Leben trauen würde, so eine große Verfolgungsjagd zu starten.
Inwiefern bist du Emil im Film ähnlich?
Wir wohnen beide auf dem Dorf und ich bin wie Emil relativ selbstständig. Mutig bin ich auch – aber nicht so krass wie Emil.
Und worin unterscheidest du dich von ihm?
Im Klamottenstil. Das, was Emil im Film anhat, würde ich privat nicht tragen. Das wäre mir zu kindlich.
Welche Filmszene hat dir am meisten Spaß gemacht?
Auf jeden Fall die Szene im Badeschiff in Berlin. Das war super. Auch das Klettern an der Hotelfassade hat mir viel Spaß gemacht.
Hattest du bei der Kletterszene Angst?
Nein, denn ich hatte ja eine Gurthose an und war mit einem Seil gesichert. Außerdem sieht man mich in der Szene eigentlich nur am Anfang und am Ende. Das Entlanghangeln an der Hotelfassade hat ein Stunt-Double für mich übernommen, also ein Ersatzdarsteller, der in so etwas geübter ist als ich.
In einer Szene taucht kurzzeitig die Rapperin Zah1de auf. Wie findest du das?
Ich finde es cool, dass sie mitgespielt hat. Ich bin jetzt zwar kein Fan, aber ich finde es krass, dass sie mehr als acht Millionen Follower hat. In der Pause habe ich mit ihr für meine Klasse ein Grußvideo gemacht.
„Emil und die Detektive“ gibt es schon länger. Wie gefällt dir die Neuverfilmung?
Sehr gut. Auch wegen der Musik. Die ist genau mein Ding.
Was ist für dich die zentrale Botschaft des Films?
Dass Kinder viel erreichen können, wenn sie mutig sind und zusammenhalten. Die Geschichte verdeutlicht, dass man Fremden nicht einfach so vertrauen sollte und dass es gut ist, nicht alleine zu sein. Das Beste ist es, Freundinnen und Freunde an der Seite zu haben.


