Als Konstantin mutig war

Konstantin hat wichtige Erste Hilfe geleistet.

Foto: Kai Kitschenberg

Konstantin ist zehn Jahre alt und wohnt mit seinen Eltern und seinen zwei Geschwistern in der Stadt Moers in Nordrhein-Westfalen. Als es Anfang Januar dort schneite, wollte er mit zwei Freunden im Park rodeln. Doch eine Fußgängerin hatte bei der Glätte nicht so viel Glück: Sie ging mit ihrem Hund spazieren und rutschte aus. Konstantin erzählt, wie er der Frau geholfen hat.

Checky: Du hast einer Frau in einer Notsituation geholfen. Erzähl mal, wie es dazu kam!

Konstantin: Am 7. Januar haben ich und meine Freunde gespielt, dann ist in der Nähe eine Frau gestürzt und hat sich dabei mehrmals das Bein gebrochen. Ich bin direkt zu ihr gegangen, um mich zu erkundigen, ob es ihr gut geht, aber meine Freunde wollten gehen. Ich bin aber geblieben und habe gewartet, bis der Rettungsdienst kam und habe der Frau seelischen Beistand geleistet.

Oh, das war bestimmt nicht so schön anzusehen! Was hat der Rettungsdienst dann gemacht und wie konntest du helfen?

Ich habe dem Rettungsdienst geholfen, indem ich das Licht und den Tropf gehalten habe. Es war ja schon dunkel. Dann kam der Notarzt und hat gefragt, ob er die Sachen jetzt übernehmen soll, aber ich habe nein gesagt und bin weiter bei der Frau geblieben. Die Frau hat auch Spritzen und einen Zugang bekommen. Damit sie nicht friert, haben die Rettungskräfte ihr auch eine Wärmedecke gegeben. Aber mir hat das alles gar nichts ausgemacht.

Du hast die Frau auch schon im Krankenhaus besucht. Wie geht es ihr jetzt?

Sie wurde mehrmals operiert. Sie hat gesagt, ich wäre ihr kleiner Retter und ihr Held.

Was würdest du anderen Kindern raten, wenn sie sehen, dass jemand Hilfe braucht?

Wenn irgendwas passiert ist, auch wenn jemand nur gestürzt ist und sich etwas aufgeschürft hat, sollte man einfach da sein und der Person gut zusprechen.

Was machst du denn sonst gerne in deiner Freizeit, wenn du nicht gerade draußen spielst?

Ich fahre gerne Quad und Fahrrad. Und ich spiele Fußball. Außerdem mag ich Schwimmen und Lesen. Meine Lieblingsbücher sind „Detektiv Conan“ und „Naruto“.

Ich habe gehört, dass du selbst den Wunsch hast, später Feuerwehrmann zu werden. Hat die Situation deinen Traumberuf geändert?

Nein, ich möchte jetzt umso mehr später mal Feuerwehrmann werden!