Die Band Sunny Sunshine ist berühmt auf Tiktok

Sarah (2. v. r. ) und Melisa (3. v. r.) erzählen vom Alltag in einer Mädchenband.

Foto: Sunrise Kids

Als die Mädchen von „Sunny Sunshine“ damals ihren ersten Song aufnahmen und ins Internet stellten, da dachten sie noch nicht, dass wirklich etwas passiert. Aber plötzlich wurden sie berühmt – das Video wurde unzählige Male angeschaut und in ihrer Stadt Herne auf der Straße mitgesungen. Und so ging es los: Auf diesen ersten Song „1000 Sterne für Herne“ folgten vier weitere Lieder. Inzwischen haben die sechs Mädchen über 63.000 Follower auf TikTok und werden sogar auf der Straße erkannt. Was das für ein Gefühl ist, davon erzählen die Bandmitglieder Melisa (14) und Sarah (21) im Interview.

Checky: Ihr schreibt eure Songs alle selbst. Woher nehmt ihr die Inspiration?

Melisa: Aus dem Leben! Im Lied „Irgendwann hat jeder Glück“ geht es zum Beispiel um ein Gefühl, das man als Jugendliche gut kennt. Es geht um Zeiten, in denen es einem nicht so gut geht.

Sarah: Das ist sozusagen unser Aufmunterungssong. Aber manchmal geht es auch um Beziehungen oder Freundschaft.

Wie läuft das Schreiben eines eigenen Liedes ab?

Sarah: Manche Lieder können wir schon in zwei Wochen schreiben, manche dauern länger. Es kommt auch vor, dass wir uns streiten, aber wir versuchen immer, einen Kompromiss zu finden und uns in der Mitte zu treffen. Die Texte schreiben wir entweder im Vereinsheim oder wir sammeln Ideen per Whatsapp und Videochat.

Ihr beide seid schon viele Jahre dabei. Was mögt ihr besonders an der Band?

Melisa: Ich liebe es zu singen und Instrumente spielen zu können. Aber für mich sind die Freundschaften das Wichtigste. Die sind so fest, dass ich glaube, sie halten ein Leben lang. Die Auftritte finde ich auch immer wieder richtig aufregend.

Sarah: Auf der Bühne zu stehen und die vielen Leute zu sehen, die extra für uns gekommen sind, das ist jedes Mal ein richtig tolles Gefühl.

Werdet ihr im Alltag erkannt?

Sarah: Ja, auf jeden Fall. Ich arbeite im Einzelhandel und werde an der Kasse immer wieder auf die Band angesprochen.

Melisa: Auf der Straße werden wir auch erkannt, zum Beispiel rufen uns Leute unsere Songtitel hinterher oder wollen ein Autogramm.

Ihr seid auch bekannt als die Buchstaben „D“ und „E“. Was hat es damit auf sich?

Melisa: Das hat angefangen mit Quatsch-Videos, die wir gedreht haben. Darin haben wir zum Beispiel gefragt, wem welches Outfit besser steht. Und die Antwortmöglichkeiten waren die Buchtstaben. So wurde ich irgendwann zu „D“.

Sarah: Wenn wir auf der Straße erkannt werden, werden wir manchmal auch nur mit dem Buchstaben angesprochen.

Im Internet gibt es auch immer wieder böse Kommentare. Wie geht ihr damit um?

Melisa: Wir haben das Motto „Wir sind, wie wir sind. Die einen kennen uns, die anderen können uns“. Außerdem gibt es genug Fans, die uns auch im Internet verteidigen.

Sarah: Die Zahl der positiven Kommentare und Rückmeldungen ist viel größer. Darauf versuchen wir uns zu konzentrieren.