„Ich musste mich nicht verstellen“

Georg (Paco von Wyss) findet in den Alpen einen Freund: einen Bernhardiner, den er Barry nennt.
Foto: Atlantis pictures
Paco von Wyss spielt in dem Film „Mein Freund Barry“ den Jungen Georg. Dieser findet in einem Kloster in den Bergen neue Freunde und päppelt einen Bernhardiner-Welpen auf. CHECKY! hat mit dem 15-Jährigen aus der Schweiz gesprochen.
Checky: Am 19. März kommt der Film „Mein Freund Barry“ in die Kinos. Gleich zu Beginn stehst du in einer Szene einem Wolf gegenüber. Ist das echt?
Paco: In der Szene stehe ich tatsächlich vor einem echten Wolf – und zwar mit einer Fleischkeule in der Hand.
Wie war dir in der Szene zumute?
Ich hatte nicht Angst, aber schon Respekt. Vor allem, weil der Wolf zwei Mal in meine Richtung gerannt ist. Aber ich wusste ja, dass es ein sehr zahmer und trainierter Wolf ist.
Im Film kommst du auch anderen Tieren nahe – zum Beispiel Schafen, Hühnern, Schweinen und Hunden. Wie war das für dich?
Ich fand das toll, denn ich mag Tiere und hätte auch gerne ein eigenes Haustier. Am liebsten einen Hund. Es war super, dass es am Set so viele Bernhardiner gab. In den Pausen habe ich mich manchmal mit mehreren Hunden auf einen Teppich gelegt und gedöst.
Wie würdest du Georg im Film beschreiben?
Er ist jemand, der sehr gut mit Tieren auskommt und wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt hat, zieht er es auch durch. Er ist mutig, hilfsbereit und hat ein sehr gutes Herz.
Worin unterscheidest du dich von Georg?
Eigentlich in nichts. Der Regisseur Markus Welter hat mal gesagt, dass er mich deshalb ausgewählt hat, weil ich Georg so ähnlich bin. Ich musste mich nicht wirklich verstellen.
Einige Szenen zeigen dich draußen im tiefen Schnee. Hast du viel gefroren und wie hast du dich aufgewärmt?
Tatsächlich hab ich überhaupt nicht gefroren. Mir war sogar eher heiß als kalt. Unter den Kleidern hatte ich Thermounterwäsche an. Insofern konnte mir die Kälte nichts anhaben.
Welche Szenen in „Mein Freund Barry“ musstest du am häufigsten wiederholen, bis sie perfekt saßen?
Am meisten wiederholt haben wir die Szenen, in denen ein Hund mitgemacht hat. Zwar kann man mit einem Leckerli viel bewirken. Aber es klappt halt nicht immer, dass ein Hund in einer Szene genau das tut, was er tun soll.
Ging während der Dreharbeiten eigentlich mal was schief?
Nicht wirklich. Wenn, dann vielleicht die Szene in der Bibliothek, in der Bruder Benedikt ein Buch auf den Tisch wirft, um mich zu wecken. Da habe ich anfangs immer gelacht, obwohl ich nicht lachen sollte. Irgendwann hab ich‘s dann aber geschafft.
Welche Filmszene hat dir am meisten Spaß gemacht?
Die Szene, in der ich in der Eishöhle zusammen mit Mael Gallati, der im Film den Jungen Célestin spielt, eine Rutsche runterrutsche. Das war super!
Was ist für dich die zentrale Botschaft des Films?
Dass Freundschaft sehr viel stärker sein kann als jede Regel der Welt.


