Mondmission kann starten!

Drei Männer und eine Frau sind bei der Mission dabei.

Foto: MDR/NASA/Frank Michaux

Jeden Moment könnte es losgehen: Bei einer neuen Raumfahrtmission wollen eine Astronautin und drei Astronauten den Mond erkunden. Für einen Start muss aber alles stimmen.

Über 50 Jahre ist es her, dass Menschen auf dem Mond waren. Das ist lange genug, finden die Teilnehmenden von „Artemis 2“. So heißt die Mission, mit der das nächste Mond-Abenteuer startet. Ein Team aus vier Astronautinnen und Astronauten steht dafür schon in den Startlöchern. Sie kommen aus den USA und Kanada und sind alle Mitglieder der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA.

Eine Landung auf dem Mond ist für diese Mission nicht geplant. Das Raumschiff soll den Mond erst einmal umrunden und zur Erde zurückkehren. Die Reise dient als eine Art Test, um sich auf die nächste Mission („Artemis 3“) vorzubereiten. Die Fachleute schauen, wie die Systeme und Maschinen unter den Bedingungen rund um den Mond funktionieren. Etwa zehn Tage sind sie dafür unterwegs.

In den Startlöchern

Eigentlich kann es ab dem 6. Februar schon losgehen: Die Rakete mit dem Raumschiff „Orion“ steht bereit, die Astronautinnen und Astronauten haben alles, was sie brauchen. Trotzdem ist es schwierig, den genauen Starttermin festzulegen. Das hat mit den Anforderungen zu tun, die die Fachleute für einen Start beachten müssen.

Solche Missionen sind nämlich eine echte Raketenwissenschaft! Zum Beispiel muss das Raumschiff in einem ganz bestimmten Winkel Richtung Mond fliegen. Die Forschenden nutzen die Schwerkraft der Erde und des Mondes so, dass das Raumschiff nach dem Vorbeiflug am Mond quasi von selbst wieder zur Erde „zurückgezogen“ wird – ohne viel Energie oder Treibstoff zu brauchen. Das spart Sprit und erhöht die Sicherheit.

Für einen erfolgreichen und sicheren Start muss alles stimmen: die Flugbahn, der Tank, die Elektronik und – das Wetter. Wann genau es losgeht, bleibt also eine Überraschung.