Warum gibt es Kritik an Spotify?

Früher verdienten Musikerinnen und Musiker mit CDs Geld, heute zahlt Spotify ihnen pro Stream nur ganz wenig.
Foto: Katrin Martens
Der weltweit größte Streamingdienst zahlt Künstlerinnen und Künstlern nur wenig Geld und kennzeichnet KI-Musik nicht gut. Und jetzt gibt der Chef auch noch viel Geld fürs Militär.
Bist du mit deiner Familie bei Spotify? Das ist die größte Plattform, auf der du Musik streamen kannst. Das bedeutet, dass du Millionen von Songs direkt über das Internet anhören kannst, ohne sie herunterzuladen. Man nennt das „Streaming“. Spotify hat fast 700 Millionen Benutzerinnen und Benutzer auf der ganzen Welt.
Im Moment gibt es aber viel Kritik an Spotify und dem Chef der Firma, Daniel Ek. Ein Grund ist, dass Musikerinnen und Musiker von Spotify sehr wenig Geld bekommen, wenn ihre Songs gestreamt werden. Für 1000 Mal Abspielen eines Songs bekommen sie teilweise nur ein paar Cent. Andere Plattformen, wie zum Beispiel Tidal, zahlen viel mehr. Künstlerinnen und Künstler sagen, das sei unfair. Sie fordern, dass sie für ihre Arbeit besser bezahlt werden.
KI-Musik ist kaum zu erkennen
Ein weiteres Problem ist die sogenannte KI-Musik. Das sind Lieder, die nicht von Menschen, sondern von Computern gemacht werden. Spotify zeigt aber nicht gut, wenn es sich bei einem Song um KI-Musik handelt. Viele Benutzerinnen und Benutzer stört das. Sie wollen wissen, ob ein Mensch oder eine Maschine hinter der Musik steckt, die sie hören.
Und es gibt noch mehr Kritik: Der Schwede Daniel Ek ist sehr reich geworden mit Spotify. Viele Millionen, die er verdient hat, steckt er mit seiner anderen Firma „Prima Materia“ in die Rüstungsindustrie. Das sind Firmen, die Waffen herstellen. Gerade hat Daniel Ek 600 Millionen Euro in die deutsche Firma Helsing investiert.
Diese Firma entwickelt Software mit Künstlicher Intelligenz, die dem Militär hilft. Helsing entwickelte auch die Drohne HX-2. Viele Künstler und Spotify-Abonnenten finden Daniel Eks Entscheidungen falsch, denn Musik steht für sie für Frieden. Sie sagen: Krieg und Spotify passen nicht zusammen!
Trotzdem hören viele Millionen Menschen weiterhin Musik auf Spotify. Große Musikfirmen bleiben bei dem Dienst, weil Spotify so mächtig ist. Aber einige Künstlerinnen und Künstler rufen jetzt zu einem Boykott auf. Sie sagen: „Wenn ihr für Gerechtigkeit seid, benutzt Spotify nicht mehr!“