Zurück aus der Antarktis

So sieht das Forschungsschiff „Malizia Explorer“ aus.

Foto: Flore Hartout/TEAM MALIZIA

Die Aktivistin Luisa Neubauer war fast einen Monat mit einem Forschungsschiff ganz im Süden der Erde unterwegs. Sie setzt sich seit Jahren für den Klimaschutz ein.

Die Klimaaktivistin Luisa Neubauer setzt sich seit Jahren mit „Fridays for Future“ für mehr Klimaschutz ein. Sie fordert eine Klimapolitik, die den Anstieg des Kohlendioxids in der Atmosphäre bremst. Jetzt hat die 29-Jährige eine ganz besondere Reise hinter sich. Sie verbrachte mit zwölf anderen Menschen, darunter Forscherinnen und Seglerinnen, mehrere Wochen auf einem Segelboot und fuhr durch die Westantarktis.

Die Antarktis ist der südlichste Kontinent der Erde. Er ist anderthalb Mal so groß wie Europa. Die Expedition sollte darauf aufmerksam machen, wie bedroht die Antarktis ist. Gleichzeitig ging es darum, Daten für die Forschung zu sammeln. Daher hatte das Team auf dem Schiff „Malizia Explorer“ auch Forschungsinstrumente dabei, etwa um den Sauerstoffgehalt, den CO2-Gehalt und den Salzgehalt des Wassers zu messen.

Digitaler Unterricht

Ein Höhepunkt war das „Globale Klassenzimmer“, bei dem sich rund 80.000 Kinder aus Deutschland zugeschaltet hatten. Luisa Neubauer erklärte in den digitalen Schulstunden zum Beispiel, dass das schmelzende Gletschereis unsere Meere und viele Ökosysteme verändert.

Die Gruppe durfte die Antarktis mit einer Genehmigung auch betreten, musste aber immer Abstand halten von Pinguin-Kolonien oder brütenden Vögeln. Luisa Neubauer sagte: „Ich fühlte mich wie ein Gast auf einem anderen Planeten.“ Das Team beobachtete zum Beispiel Orcas, Delfine und Albatrosse.

Auf dem Weg von der Antarktis zurück nach Argentinien musste das Schiff die Drake Passage queren. Das ist eine gefährliche Stelle im Meer, wo der Pazifik auf den Atlantik trifft. Luisa Neubauer schrieb auf Instagram: „Das Meer um uns herum peitscht unnachgiebig, wer sich nicht festhält, fliegt durchs Boot.“ Auch nach ihrer Rückkehr will sich Luisa Neubauer weiter für den „dringend notwendigen Schutz dieses wunderschönen Kontinents“ einsetzen.