Reise in eine andere Zeit

Karli (Silas John, rechts) mit seinen Freunden Georg (Maximilian Reinwald) und Hannah (Annika Benzin).
Foto: Kevin Lee – Amour Fou 2025
Silas John spielt in dem Film „Das geheime Stockwerk“ den Jungen Karli. Der befreundet sich in einem Hotel mit zwei Kindern. Die beiden leben in einer anderen Zeit und Karli versucht, ihnen beim Lösen eines Kriminalfalls zu helfen. CHECKY! hat mit dem 15-Jährigen aus Bayern gesprochen.
Checky: Am 12. März kommt der Film „Das geheime Stockwerk“ in die Kinos. Im Mittelpunkt steht der Junge Karli. Was macht ihn zu einer besonderen Person?
Silas: Karli ist zwölf Jahre alt und seine Eltern renovieren ein ehemaliges Hotel. Darin gibt es einen alten Lastenaufzug. Der Hammer ist: Karli kann mit diesem Aufzug in eine andere Zeit reisen!
In welche Zeit reist er denn?
Ins Jahr 1938, also in die Zeit kurz vor dem Zweiten Weltkrieg.
Was passiert, als Karli aus dem Fahrstuhl aussteigt und zum ersten Mal diese andere Welt betritt?
Na ja, er ist natürlich total erstaunt. Die Menschen hatten damals ja einen ganz anderen Kleidungs- und Einrichtungsstil als heute. Karli kann seine Zeitreise zuerst kaum glauben.
Was ist Karli für ein Typ und bist du ihm ähnlich?
Karli ist ein netter und cooler Typ. Ich bin ihm in vielerlei Hinsicht total ähnlich. Zum Beispiel hätte ich mich an seiner Stelle auch sofort mit Hannah und Georg angefreundet und versucht, ihnen zu helfen.
Wer sind denn Hannah und Georg und warum benötigen sie Hilfe?
Hannah ist ein jüdisches Mädchen, das mit ihrem Vater im Hotel wohnt. Und Georg arbeitet dort als Schuhputzer. Allerdings wird er irgendwann zu Unrecht als Dieb bezeichnet. Ein paar Hotelgäste grenzen Hannah und ihren Vater aus, weil sie Juden sind. Karli stellt sich an die Seite von Georg und Hannah. Als Freundes-Trio versuchen sie herauszufinden, wer hinter dem Diebstahl steckt.
Welche Filmszene fandest du am schwierigsten?
Die Szene, in der ich im Aufzug weine.
Hattest du einen Trick, um dich in eine traurige Stimmung zu versetzen?
Ja, ich habe an meine verstorbene Katze Lizzy gedacht und der Titelsong aus dem Film „Titanic“ wurde eingespielt. Außerdem wurde mir vor der Szene ein Stift unter die Augen gehalten. Ähnlich wie eine Zwiebel bringt er die Augen zum Tränen.
Was hat dich bei den Dreharbeiten am meisten fasziniert?
Dass man an Filmkameras Tag- und Nachtaufnahmen einstellen kann. Ich hatte mich nämlich sehr auf eine Nachtszene gefreut, aber die wurde dann tagsüber gedreht. Cool ist auch, dass es dank der Studiotechnik im Film in einer Szene so aussieht, als ob sich Hannah und Georg in schwindelnder Höhe an der Hotelfassade entlanghangeln. Tatsächlich standen sie aber nur auf einem niedrigen Vorsprung und darunter war eine Terrasse. Da hätte nie im Leben etwas passieren können.


