Millionen Kinder gehen nicht zur Schule

Diese Kinder lernen in der Ukraine in einer U-Bahn-Station. Hier sind sie vor Bombenangriffen geschützt.
Foto: Andrii Marienko/AP/dpa
Nicht überall auf der Welt ist Schulunterricht so möglich wie bei uns in Deutschland. Wenn in Ländern Krieg oder Streit herrschen, werden Schulen zerstört oder aus Angst geschlossen.
Weltweit können sehr viele Kinder nicht zur Schule gehen. Die UNESCO, eine Organisation der Vereinten Nationen, hat das gerade genau untersucht. Im Jahr 2024 konnten etwa 273 Millionen Kinder und Jugendliche keine Schule besuchen. 273 Millionen ist eine riesige Zahl. Es sind viel mehr Menschen, als in ganz Deutschland leben.
Besonders schlimm ist die Lage in Ländern, in denen Krieg oder Streit herrschen. Dort werden Schulen zerstört oder aus Angst geschlossen. Viele Kinder müssen fliehen oder in unsicheren Gegenden leben. Im Nahen Osten und im Mittleren Osten wurden zum Beispiel viele Schulen wegen Konflikten zugemacht.
Oft schaffen Kinder ihren Schulabschluss nicht. Nur ungefähr zwei von drei Jugendlichen bekommen einen Abschluss der weiterführenden Schule. Gründe dafür sind Krisen, wenig Geld für Schulen und dass in manchen Ländern immer mehr Kinder geboren werden. Es gibt dann nicht genug Klassenräume, Lehrkräfte und Schulmaterial.
Staaten haben zu wenig Geld
Vor allem in einigen Ländern Afrikas, südlich der Sahara, ist das ein großes Problem. Dort wächst die Bevölkerung sehr schnell. Viele Staaten haben außerdem zu wenig Geld, um gute Schulen für alle zu bezahlen.
Manche Dinge helfen aber: Wenn Schulbesuch Pflicht ist, also alle Kinder in die Schule gehen müssen, und wenn Kinderarbeit gesetzlich verboten wird, bleiben Kinder länger in der Schule. Auch ein warmes Essen in der Schule oder Strom im Klassenraum können helfen. Dann können Kinder besser lernen und kommen gern zum Unterricht.
Es gibt auch schöne Entwicklungen: Seit dem Jahr 2000 gehen weltweit viel mehr Kinder zur Schule als früher. In manchen Ländern, wie Madagaskar, Togo, Marokko oder Vietnam, ist die Zahl der Kinder ohne Grundschulbildung deutlich gesunken.
Ungerechtes System
Im Bericht der UNESCO steht auch: In Deutschland ist nicht alles gerecht. Kinder aus reichen Familien bekommen viel öfter eine Empfehlung fürs Gymnasium als Kinder aus armen Familien. Das zeigt: Noch immer entscheidet das Geld der Eltern oft darüber, welche Chancen Kinder in der Schule haben.


