Fast wie auf einem echten Pferd

Hannah (links) und Mieke trainieren drei- bis viermal in der Woche.

Foto: privat

Viele Menschen denken, dass Hobby Horsing kein richtiger Sport ist. Aber Mieke (14) und Hannah (12) zeigen, dass Hobby Horsing viel Training, Kraft und Ausdauer braucht. Die beiden Mädchen haben hart trainiert und sich für die Deutsche Meisterschaft im Hobby Horsing im Bereich Dressur qualifiziert. CHECKY! hat mit den Mädchen gesprochen. 

Checky: Warum macht ihr Hobby Horsing?

Mieke: Mir gefällt, dass das Hobby sehr abwechslungsreich ist. Man kann auch kreativ sein, zum Beispiel kann man Zügel oder ganze Hobby Horses selbst nähen. Außerdem macht mir Springen und Dressur Spaß, weil man sich dabei richtig auspowern kann.

Was macht man in der Dressur beim Hobby Horsing? 

Hannah: In der Dressur versucht man, die Bewegungen eines echten Pferdes nachzumachen. Zum Beispiel die Piaffe oder die Traversale. Bei der Traversale läuft man seitwärts. Das geht im Schritt, Trab oder Galopp. Die Piaffe ist Trab auf der Stelle, nur etwas langsamer.

Mieke: Die Körperhaltung ist sehr wichtig und man braucht viel Ausdauer, um die ganze Dressur zu schaffen. Danach ist man oft sehr erschöpft.

Wie habt ihr euch gefühlt, als ihr erfahren habt, dass ihr bei der Deutschen Meisterschaft dabei seid?


Mieke: Ich habe mich sehr gefreut. Das war ein großes Ziel für mich. Gleichzeitig habe ich auch Respekt, weil die Konkurrenz sehr stark ist und wir noch viel trainieren müssen.

Wie bereitet ihr euch auf die Deutsche Meisterschaft im Mai vor? 

HannahFür die Meisterschaft haben wir uns eine eigene Kür ausgedacht und passende Musik ausgesucht. Jetzt üben wir vor allem die Technik. Zum Beispiel, unsere Beine höher zu heben.

Was ist beim Hobby Horsing besser als beim Reiten auf echten Pferden? 

Mieke: Beim Hobby Horsing hat man mehr Kontrolle über seine Bewegungen. Beim echten Pferd springt ja das Pferd über das Hindernis, nicht man selbst.

Was würdet ihr Leuten sagen, die Hobby Horsing nicht verstehen? 

HannahSie sollten es einfach einmal ausprobieren. Es ist viel anstrengender, als man denkt. Man braucht viel Ausdauer, Kondition und Koordination, besonders in der Dressur. Auch beim Springen über hohe Hindernisse muss man seine Bewegungen sehr gut kontrollieren, damit man nicht hinfällt.

Welchen Tipp habt ihr für Kinder, die mit Hobby Horsing starten möchten? 

Mieke: Einfach anfangen! Man kann im Garten Hindernisse bauen, zum Beispiel mit Wasserkästen und einem Stock. Ein Hobby Horse kann man auch einfach aus einer Socke, etwas Watte und einem Stock basteln.