Viel Kritik am großen Fußballverband

US-Präsident Donald Trump (rechts) und FIFA-Chef Gianni Infantino verstehen sich gut. Für die Entscheidungen beim Fußballspiel sollte das aber keine Rolle spielen.
Foto: Evan Vucci/AP/dpa
Eine Fußball-WM kann verschiedene Kulturen verbinden und Spaß machen. Aber den Organisator, die FIFA, finden nicht alle gut. Viele Leute kritisieren: Statt nur um Spielfreude und Gemeinschaft geht es auch um viel Geld und Macht.
Bei einer Fußball-WM treffen viele Länder aufeinander. Manche sind von der Einwohnerzahl so winzig wie eine deutsche Großstadt, andere eine echte Weltmacht. Aber beim Sport soll das keine Rolle spielen! Die Spieler treten in einem Wettbewerb mit fairen Regeln gegeneinander an und müssen mit ihrem Können punkten.
So sollte es eigentlich ablaufen. Aber: Auch Politik, Geld und Macht spielen eine Rolle. Ein Beispiel dafür gab es im WM-Sechzehntelfinale.
Ein Spieler der USA-Mannschaft hatte wegen eines Fouls die Rote Karte bekommen. Damit ist er laut den WM-Regeln für ein Spiel gesperrt. Ist ein Foul sehr heftig, können Fachleute auch festlegen, dass der Spieler mehr Partien aussetzt.
In diesem Fall entschied sich der Welt-Fußballverband FIFA aber sogar für das Gegenteil. Der eigentlich gesperrte Fußballer der USA durfte im Achtelfinale spielen. Komisch, oder?
Der Präsident mischte sich ein
Reporter amerikanischer Medien berichteten, dass die Entscheidung so zustande kam: Der Präsident der USA, Donald Trump, habe den Chef des Welt-Fußballverbands, Gianni Infantino, angerufen. Er habe von ihm gefordert, die Sperre aufzuheben. Weil sich Gianni Infantino gut mit Donald Trump versteht, habe er dem zugestimmt. Das löste viel Empörung aus. Damit ein Wettkampf fair ist, müssen Regeln für alle gelten.
Auch der europäische Fußballverband UEFA sieht das kritisch. Er sagte, mit dieser Tat sei eine „rote Linie überschritten“ worden.
Schon bei der WM 2022 gab es Kritik an der FIFA, als das Land Katar als Austragungsland ausgewählt wurde. Dem Verband wurde Bestechung vorgeworfen. Denn eigentlich war Katar nicht das Land mit den besten Voraussetzungen für die WM. Einige ehemalige Mitarbeitende der FIFA wurden zudem bereits verurteilt. Sie hatten ihre Macht dafür genutzt, auf unfaire Weise Geld zu verdienen.
So etwas macht viele Fußball-Fans sauer. Sie wünschen sich, dass mehr Organisationen eine klare Haltung gegen die Bestechung bei der FIFA einnehmen. Damit der Fußball fair und spannend bleibt.


