Berlin soll viel grüner werden

Die Klimaaktivistinnen und -aktivisten bemalten in Berlin eine Mauer.
Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa
Paris ist ein Vorbild, wenn es um die Umgestaltung von Großstädten geht. Berlin steht nicht so gut da. „Fridays for Future“ fordert mehr Bäume, mehr Fahrradwege und einiges mehr.
Wer lange nicht in Frankreichs Hauptstadt Paris war, erkennt die Stadt kaum wieder. Viele Straßen wurden für Autos gesperrt und in Fußgängerzonen umgewandelt. Fast überall gilt Tempo 30 und es wurden Zehntausende neue Bäume gepflanzt.
Wäre das auch in der deutschen Hauptstadt Berlin möglich? Klimaschützerinnen und -schützer von „Fridays for Future“ sagen: Ja. Sie fordern, dass sich die Landesregierung mehr für den Klimaschutz einsetzt.
Berlin wird, wie andere Millionenstädte auch, immer wärmer. Im Sommer gibt es immer öfter sehr heiße Tage. Das ist nicht nur unangenehm – es kann sogar gefährlich sein! Besonders für Babys, Schwangere und ältere Menschen ist extreme Hitze ein echtes Gesundheitsrisiko. Auch schlechte Luft, zum Beispiel durch zu viele Autos, macht Menschen krank.
Zu viel schädliches CO₂
Der Wissenschaftler Felix Creutzig hat erklärt, dass Berlin seine wichtigen Klimaziele wahrscheinlich nicht erreichen wird. Das bedeutet: Die Stadt pustet noch immer zu viel schädliches CO₂ in die Luft.
Die Aktivistin Luisa Neubauer von „Fridays for Future“ und viele andere haben kürzlich in Berlin laut und deutlich gesagt: „Es geht nicht mehr darum, ob wir etwas tun –
sondern nur noch darum, wie wir es tun!“
Das sind die Wünsche von „Fridays for Future“ für Berlin:
1. Mehr Fahrradwege, damit weniger Menschen mit dem Auto fahren müssen.
2. Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien, also zum Beispiel aus Sonne und Wind, statt aus Öl oder Gas.
3. Alte Häuser aufwerten statt abreißen, das spart sehr viel Energie.
4. Viel mehr Bäume pflanzen, denn Bäume spenden Schatten und kühlen die Stadt.
5. Klimaschutz in der Schule lernen, damit alle verstehen, warum es so wichtig ist.
Im September wird in Berlin eine neue Regierung gewählt. Bis dahin plant „Fridays for Future“ weitere Aktionen für mehr Klimaschutz.
Die 15-Minuten-Stadt
Paris will eine 15-Minuten-Stadt werden. Alles, was man im Alltag braucht – Einkaufen, Schule, Arzt, Arbeit, Freizeit – soll innerhalb von 15 Minuten zu Fuß oder mit dem Rad erreichbar sein. Dann fahren weniger Autos, weniger CO₂ wird ausgestoßen und die Lebensqualität steigt.
Für Berlin bedeutet das: Die Stadt müsste wie Paris mehr Straßen zu Fahrrad- und Fußgängerzonen umwandeln. Und es müsste Geld in neue Buslinien, Straßenbahnen und U-Bahn-Strecken gesteckt werden, damit alle Stadtteile gut vernetzt sind.


