Wichtiger Stimmungs-Test für die USA

Präsident Donald Trump versucht bei Wahlveranstaltungen, die Bürger von sich zu überzeugen.

Foto: Matt Ramey/AP/dpa

Auf diese Wahl gucken Menschen aus aller Welt. Denn sie wird am 3. November zeigen: Wie zufrieden oder unzufrieden sind die Menschen in den USA mit der Politik von Donald Trump?

Am 3. November wählen die Bürgerinnen und Bürger in den USA zwar keinen neuen Präsidenten. Aber sie können trotzdem stark mitbestimmen, wie Politik in ihrem Land gemacht wird.

Bei den Zwischenwahlen, auf Englisch „midterms“ genannt, wählen die Menschen den Kongress. Das ist das Parlament der USA.

So eine Wahl gibt es immer zwei Jahre, nachdem ein neuer Präsident gewählt wurde. Ein Präsident oder eine Präsidentin ist vier Jahre im Amt. Die Zwischenwahlen zeigen also nach der Hälfte der Amtszeit: Wie zufrieden sind die Menschen mit der Politik? Und in diesem Fall auch: Wie zufrieden sind die Menschen mit Donald Trump als Präsidenten?

Umfragewerte zeigen schon jetzt: Den Menschen in den USA geht es mit der aktuellen Politik nicht gut. Eine große Mehrheit wünscht sich, dass sich etwas ändert. Aber was kann sich überhaupt nach der Wahl ändern? Und wofür genau geben die Leute ihre Stimme ab?

Welche Partei darf mehr mitbestimmen?

Bei den Zwischenwahlen können die Bürgerinnen und Bürger über die Sitze im Parlament mitentscheiden. Das Parlament entscheidet über neue Gesetze. Aktuell ist es so, dass eine knappe Mehrheit der Sitze den Republikanern gehört. Das sind Mitglieder der gleichen Partei wie Donald Trump. Dieser Zustand macht es dem Präsidenten relativ leicht, seine Politik durchzusetzen. Zum Beispiel hat der Kongress Donald Trump dabei unterstützt, härter gegen illegale Einwanderung vorzugehen und neue Zölle zu beschließen.

Aber genau diese Politik von Donald Trump finden viele nicht gut. Besonders die hohen Kosten für Mieten, Lebensmittel, Benzin und medizinische Versorgung belasten viele Amerikanerinnen und Amerikaner. Durch diese Unzufriedenheit könnte es dazu kommen, dass nun mehr Leute nicht die Republikaner, sondern die Demokraten wählen. Die beiden Parteien sind Konkurrenten.

Sollten die Demokraten die Mehrheit im Parlament bekommen, könnten neue Gesetzesentwürfe von Trump stärker blockiert werden. Außerdem könnten Arbeitsgruppen die Regierung stärker kontrollieren und aufpassen, dass der Präsident und seine Anhänger ihre Macht nicht ausnutzen.

Viele Bundesstaaten

Sogar in Staaten, in denen die Mehrheit jahrzehntelang Republikaner gewählt hat, könnten dieses Mal die Demokraten Erfolg haben. Ein Beispiel dafür ist der Staat Texas. Ob die Demokraten tatsächlich gewinnen, ist aber noch offen. Insgesamt gibt es in den USA 50 Bundesstaaten.