Mit 12 schon Studentin

Lina studiert mit zwölf Jahren schon an der Universität in Bonn.
Foto: Gregor Hübl
Lina hat ihr Abitur schon mit 12 Jahren geschafft. Die meisten Jugendlichen machen es erst mit 18. Damit ist Lina die jüngste Abiturientin Deutschlands. Lina gilt als hochbegabt. Sie lernt also besonders schnell. Seit Oktober studiert sie an der Uni in Bonn. Über ihr besonderes Leben hat CHECKY! mit ihr gesprochen.
Checky: Fühlst du dich eher als Erwachsene oder als Kind?
Lina: Meine Mitstudierenden machen sich manchmal über mein Alter lustig. Aber oft werde ich wie eine Erwachsene behandelt. Ich verstehe mich auch sehr gut mit meinen Mitstudierenden und habe schon Freunde gefunden.
Was gefällt dir besser, Uni oder Schule?
In der Uni habe ich mehr Freiheit und kann selbst wählen, welche Kurse ich mache. In der Schule habe ich mich oft eingeengt gefühlt. Ich gehe aber noch einmal pro Woche in meine alte Klasse, um Französisch zu lernen.
Was war dein Lieblingsfach in der Schule?
Mathe! Mir gefällt besonders die Logik dahinter. Beim Analysieren von Gedichten habe ich zum Beispiel nicht den Sinn dahinter gesehen.
Du bist Tutorin in einem Matheclub. Was machst du dort?
Ich helfe im Matheclub und unterrichte manchmal auch. Dabei geht es nicht nur um Schulmathe. Man kann Mathe auch in so vielen anderen Lebensbereichen als in der Schule sehen. Zum Beispiel kann man mit Mathe knifflige Rätselspiele lösen.
Was gefällt dir daran?
Ich arbeite gern mit Kindern und es macht Spaß, mein Wissen weiterzugeben. Außerdem ist es schön zu sehen, dass ich andere damit inspirieren kann. Ich habe so eine Vorbildfunktion für die Kinder.
Was sagst du Kindern, die denken: „Ich kann kein Mathe“?
Mathe ist viel mehr als das, was man in der Schule macht. Eine schlechte Note in einer Klassenarbeit sagt nicht, dass man generell schlecht in Mathe ist. Es kann sein, dass du das eigentlich kannst, aber in der Klassenarbeit zu aufgeregt warst. Außerdem sagt das nichts über den Wert eines Menschen aus.
Wie können alle Kinder Spaß am Lernen haben?
Im Moment ist es oft so, als müssten alle Kinder in der Schule die gleichen Schuhe tragen. Für manche passen sie gut. Für andere sind sie zu groß und man kommt nicht mit dem Unterricht mit. Für andere, wie mich, sind sie zu klein und man fühlt sich eingeengt. Lernen sollte besser auf die Kinder abgestimmt sein.


