Schwimmen für den großen Pokal

Anton (15) und Leni (15) treten in der Meisterschaft im Schwimmen an.
Foto: Vladimir Wegener
Vom 9. bis 13. Juni treffen sich in Berlin die besten jungen Schwimmerinnen und Schwimmer aus ganz Deutschland. Bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften – kurz DJM – treten sie in ihrer Altersgruppe gegeneinander an. Dabei schwimmen die Kinder die Schwimmarten Kraul, Brust, Rücken und Schmetterling. Die 15-jährigen Leni und Anton standen beide schon mal bei den DJM auf dem Siegerpodest und wollen das dieses Jahr wieder schaffen.
Checky: Was macht dir am Schwimmen am meisten Spaß?
Anton: Die Wettkämpfe! Man weiß, wie viel Zeit man in den Sport steckt und worauf man im Alltag verzichtet. Wenn man dann eine gute Zeit schwimmt oder eine Medaille gewinnt, ist die Freude besonders groß.
Ist es schwierig, Schule und Training unter einen Hut zu bekommen?
Leni: Meistens klappt es gut. Wenn wir aber viele Klassenarbeiten haben, wird es manchmal anstrengend, weil kaum Freizeit bleibt. Meine Hausaufgaben und das Lernen erledige ich meistens nachmittags. Manchmal muss ich abends nach dem Training auch noch etwas machen.
Bist du vor einem Wettkampf aufgeregt?
Anton: Ein bisschen Aufregung gehört bei mir immer dazu. Gerade vor wichtigen Wettkämpfen wie den DJM ist das besonders stark. Ich habe aber gelernt, damit umzugehen. Dabei hilft mir ruhiges Ein- und Ausatmen.
Gab es schon mal einen Wettkampf, der nicht so gut lief?
Anton: Ja, zum Beispiel bei den DJM 2024 über 50 Meter Schmetterling. Ich habe zu viel nachgedacht und bin deswegen nicht so schnell gewesen, wie erhofft. Darüber habe ich mich sehr geärgert. Mein Trainer und meine Eltern haben mir aber geholfen, damit umzugehen.
Wie kommst du aus einem „Tief“, wenn du gerade mal keine Lust hast?
Leni: Dann denke ich an meinen großen Traum: einmal bei den Olympischen Spielen zu starten. Das motiviert mich, weiterzumachen.
Wie bereitest du dich auf die DJM vor?
Leni: Unser Training ist komplett auf diesen Wettkampf ausgerichtet. In den Osterferien sind wir für zwei Wochen im Trainingslager in Ägypten gewesen und haben von morgens bis abends trainiert. Kurz vor den Meisterschaften wird das Training reduziert. Das nennt man
„Tapern“. Dabei schwimmen wir weniger, aber schneller, und trainieren verstärkt die Technik. Also zum Beispiel Startsprünge und Wenden.
Welchen Tipp würdest du Kindern geben, die sich nicht trauen zu schwimmen?
Leni: Manchmal muss man seine Komfortzone verlassen und Neues ausprobieren. Vielleicht merkt man dann, dass es einem doch Spaß macht. Zum Beispiel hatte ich früher Angst zu tauchen, aber dann habe ich mich irgendwann überwunden und habe seitdem nicht mehr damit aufgehört.


