Die EU will Kindern helfen

Scrollen auf dem Handy stresst und kann süchtig nach immer mehr machen.
Foto: Annette Riedl/dpa
Soziale Medien können süchtig machen und ganz schön stressen. Bald soll es Regeln geben, wie man sie klug und sicher nutzt.
Manchmal merkt man erst mit der Zeit, dass neue Erfindungen zwar spannend und bereichernd sind, aber auch Gefahren mit sich bringen. Plastik ist so eine Erfindung. Der Kunststoff wurde als Lösung für alle Verpackungsprobleme gefeiert, bis man merkte, dass er jahrhundertelang in der Umwelt bleibt. Auch Röntgenstrahlen waren eine Sensation. Sie machten Knochenbrüche sichtbar! Erst später wurde klar: Die Strahlen können gefährlich für den Körper sein.
Das Internet ist auch so eine Erfindung. Es ist längst Teil unseres Alltags und die sozialen Medien sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Inzwischen wurden aber viele Gefahren erkannt. Besonders für Kinder und Jugendliche, die wie selbstverständlich etwas nutzen, das eigentlich für Erwachsene gedacht war.
Kinder sollen mitreden dürfen
Das Internet hat eben nicht nur Wissen, Verbindung und Arbeitserleichterung gebracht, sondern auch Cybermobbing und andere belastende Inhalte. Viele Kinder und Jugendliche haben Spaß an Snapchat, Instagram und Youtube, sie fühlen sich dadurch aber auch gestresst, hat eine neue Studie ergeben.
Deswegen sind soziale Medien in
einigen Ländern für Kinder und Jugendliche bis zu einem bestimmten Alter schon verboten. Auch die Europäische Union (EU), zu der Deutschland gehört, will Kinder schützen. Experten der EU haben 14 Empfehlungen ausgearbeitet. Die erste lautet: Kinder sollen mitreden dürfen. Wenn es um neue Sicherheitsregeln, Gesetze oder Verbote geht, soll ihre Meinung gehört werden.
Außerdem sollen neue, sichere Online-Plattformen gefördert werden, die speziell für Kinder und Jugendliche gedacht sind. Die Fachleute waren sich auch einig, dass man den Kindern nicht nur etwas verbieten, sondern auch etwas anbieten sollte: nämlich mehr Freizeitmöglichkeiten, zum Beispiel im Sport- oder Kunstbereich.
EU-Chefin Ursula von der Leyen findet, es sollte Altersbeschränkungen für die digitalen Medien geben. Was für die Länder der EU gelten soll, steht aber erst im September fest.


