Autofirmen stecken in der Krise

Volkswagen hat mehrere Autofabriken in Deutschland, wie hier in Dresden.

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Volkswagen, BMW und Mercedes verkaufen weniger Autos als früher. Vieles ändert sich.

Die deutschen Autofirmen haben in der Vergangenheit einige Entscheidungen getroffen, die sich jetzt als nicht so klug herausstellen. Sie sind zum Beispiel zu spät auf Elektroautos umgestiegen. Firmen wie Tesla aus den USA oder BYD aus China haben schon früh viele Elektroautos gebaut. Die deutschen Firmen haben lange gezögert. Als sie dann endlich richtig anfingen, hatten die anderen schon einen großen Vorsprung.

Teure Luxusautos

Außerdem haben sich VW, BMW und Mercedes zu sehr auf die erfolgreichen Lieferungen nach China verlassen. Aber nun haben die chinesischen Firmen selbst gelernt, richtig gute Autos zu bauen – und zwar günstiger. Jetzt kaufen viele Menschen in China lieber Autos aus ihrem eigenen Land.

Bei der Frage, welche Modelle gebaut werden, hätten die Firmen wohl auch besser anders entschieden. Denn statt viele günstige Autos für ganz normale Familien zu bauen, konzentrierten sich die Firmen mehr auf teure Luxusautos. Dazu zählen der Audi A8, der BMW X7 oder der Porsche Taycan. Die bringen zwar pro Stück mehr Gewinn, aber es kaufen sie weniger Menschen.

Kritiker sagen auch, die deutschen Autofirmen hätten in der Vergangenheit zu wenig Geld in die eigenen Fabriken gesteckt. Obwohl die Firmen früher hohe Gewinne gemacht haben, wurde das Geld oft an die Aktionäre ausgezahlt – das sind Menschen, denen ein Teil der Firma gehört. Dabei hätte man mit dem Geld auch die Fabriken in Deutschland moderner machen können.

Volkswagen will bis zum Jahr 2030 Zehntausende Arbeitsplätze streichen, die meisten davon in Deutschland. Mercedes verhandelt gerade darüber, dass Beschäftigte drei Stunden mehr pro Woche arbeiten sollen – ohne mehr Geld dafür zu bekommen. Die Gewerkschaft IG Metall, die sich für die Rechte der Arbeiter einsetzt, kritisiert das. Sie sagt: Die Löhne sind gar nicht das Hauptproblem. Stattdessen könnten die Chefs der Firmen sparen, und die Autofirmen sollten weniger verschiedene Automodelle bauen, dafür aber mehr davon.

Eine Sache, bei der sich fast alle einig sind: Strom für die Fabriken ist in Deutschland teurer als in anderen Ländern. Das liegt an hohen Steuern und Gebühren. Wenn der Staat das ändern würde, hätten die Firmen mehr Geld übrig.