Justus macht Bilder lebendig

In seiner Freizeit wird Justus zum Regisseur.
Foto: Lars Heidrich
Justus (12) dreht in seiner Freizeit eigene Filme. Besonders gern arbeitet er mit Knetfiguren und der Stop-Motion-
Technik. Im Interview erzählt er, wie seine Filme entstehen und was ihm dabei am meisten Spaß bringt.
Checky: Wie kamst du dazu, in deiner Freizeit Filme zu drehen?
Justus: Meine Mutter hat mich mal in den Schulferien zu einem Workshop zum Filme drehen angemeldet. Das fand ich dann ziemlich cool und ich habe auch zu Hause angefangen, Filme zu drehen.
Deine Filme drehst du am liebsten mit Stop-Motion, auf Deutsch bedeutet das „Stop-Bewegung“. Wie funktioniert diese Technik?
Bei Stop-Motion bewegt man die Figuren immer ein paar Millimeter und macht dann ein Bild davon. Mit einer App kann ich die Bilder dann hintereinander abspielen lassen und es sieht aus, als würden sich die Figuren von allein bewegen.
Was gefällt dir so gut an Stop-Motion?
Ich finde das cool, denn je besser du die Bewegungen machst, desto besser sieht am Ende das Bild aus. Und wenn du einen Fehler machst, kannst du die Figur einfach zurückstellen und das Bild löschen. Wenn man länger filmt, muss man bei einem Fehler alles neu machen.
Wie lange arbeitest du ungefähr an deinen Filmen?
Wenn ich einen kleineren Film mache, kann der in vier Stunden fertig sein. Wenn ich einen Film mache, der genaue Bewegungen hat und etwas länger gehen soll, dann kann ich auch mal eine Woche daran sitzen. Man muss sich ja das Drehbuch ausdenken und die verschiedenen Sets und die Figuren bauen.
Was gefällt dir am Filmedrehen am meisten?
Die Figuren zu bilden, bringt mir am meisten Spaß. Da kann ich kreativ sein und machen, was ich möchte. Wenn ich mit Knete arbeite, kann ich zum Beispiel die Arme größer machen. Und man kann auch verrückte Posen machen. Ich kann meine Figuren zum Beispiel an der Decke hangeln lassen.
In einem deiner Filme erzählst du, wie die Farben in die Welt kamen. Damit hast du sogar den dritten Platz beim Kurzfilmwettbewerb „Drehmomente NRW“ gewonnen. Wie kommst du auf die Ideen für deine Filme?
Manchmal bekomme ich die Ideen, wenn ich draußen unterwegs bin. Manchmal fallen mir auch Ideen ein, wenn ich selbst einen Film oder YouTube-Videos schaue.
Und wie entsteht aus der Idee dann der Film?
Wenn ich die Idee habe, dann denke ich mir etwas dazu aus und schreibe alles auf. Das lese ich mir dann alles mehrmals durch und überlege, was noch besser sein könnte und bearbeite alles, damit es einen guten roten Faden gibt. Dann kann ich anfangen zu drehen.
Drehst du mit dem Handy oder einer Kamera?
Ich mache fast alles mit dem Handy. Das finde ich vor allem für die Filme mit Stop-Motion am besten.
Könntest du dir vorstellen, später einmal beruflich Filme zu drehen?
Ja, auf jeden Fall. Am liebsten hätte ich später ein eigenes Filmstudio. Ich überlege auch, später irgendwas mit Film zu studieren.
Der Wettbewerb „Drehmomente NRW“
Beim Kurzfilmwettbewerb „Drehmomente NRW“ gibt es die Kategorien Kinder, Jugendliche und Junge Erwachsene. Die Gewinner kamen aus ganz NRW. Die Preisverleihung fand in Kooperation mit der uzwei im Kino des Dortmunder U statt. Etwa 60 Filme wurden bei dem von der filmothek der jugend ausgerichteten Nachwuchs-Wettbewerb eingereicht. Drei Jurys haben aus den eingereichten Beiträgen die Preisträger:innen ausgewählt.
Alle eingereichten Beiträge und Preisträger:innen-Filme sind online unter https://www.drehmomente-nrw.de/filme/ abrufbar.


