Eine große Konferenz für das Klima

Das Ziel für die Erderwärmung lautete mal: höchstens 1,5 Grad.

Foto: Boris Roessler/dpa

In der türkischen Stadt Antalya treffen sich Menschen aus der ganzen Welt, um das Klima zu schützen. Was die Länder im Moment gegen die Erderwärmung tun, reicht nicht aus.

Jedes Jahr treffen sich verschiedene Menschen aus Regierungen, Unternehmen, Wissenschaft und Gesellschaft bei der UN-Klimakonferenz (COP). Dieses Jahr findet die COP 31 in der türkischen Stadt Antalya statt, und zwar vom 9. bis zum 20. November. Die Zahl 31 steht dafür, dass die Konferenz zum 31. Mal stattfindet.

Im vergangenen Jahr war die Konferenz in der brasilianischen Stadt Belém. Die allererste UN-Klimakonferenz war im Jahr 1995 in Berlin. Die Länder wollen, dass sich das Klima auf der Erde nicht zu sehr erhitzt. Vor allem die Abgase von Autos, Fabriken und
Kraftwerken heizen die Atmosphäre auf.

Eine wichtiges Ereignis für den Klimaschutz war das Pariser Klimaabkommen. In der französischen Hauptstadt wurde im Jahr 2015 beschlossen, dass die Erderwärmung deutlich unter zwei Grad bleiben soll, am besten bei 1,5 Grad. Gemeint ist die weltweite Durchschnittstemperatur im Vergleich zu der Zeit vor etwa 200 Jahren, als es losging mit großen Maschinen, Fabriken und Eisenbahnen.

Die Temperaturen steigen weiter

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sagen, aktuell reiche das, was die Länder gegen die Erderwärmung tun, nicht aus. Wenn wir so weitermachen, werde die Temperatur um mehr als zwei Grad steigen. Deshalb will man bei der Klimakonferenz darüber sprechen, wie man die Ziele doch noch einhalten kann.

Wichtige Fragen sind: Wie schnell sollen Länder aus Öl, Gas und Kohle aussteigen? Und wer bezahlt den Klimaschutz? Besonders Inselstaaten wie Fidschi fordern, die Ziele schnell umzusetzen. Denn durch die höheren Temperaturen steigt der Meeresspiegel, und die Inseln könnten untergehen. Dann müssten die Menschen, die dort leben, woanders hinziehen. Sie würden ihre Heimat verlieren.

Alle Beteiligten sollen vorher gut informiert sein, damit sie gemeinsam Lösungen finden. Deshalb gibt es bei jeder Weltklimakonferenz den Earth Information Day (Erdinformationstag). Am 9. November informieren Expertinnen und Experten darüber, wie viel Eis die Gletscher schon verloren haben und wie sich das Wasser in den Ozeanen verändert.

Infos zum Klima

Neben den Verhandlungen stellen Forscherinnen und Forscher auf der Weltklimakonferenz wichtiges Wissen rund ums Klima vor. In den Veranstaltungen geht es zum Beispiel um Küstenschutz, Hochwasser oder Falschinformationen zum Klimawandel. So sollen am Ende alle wissen, worüber sie entscheiden.