Zu Besuch im Wassermuseum

Henrik (7) und sein Bruder Arne (4) schauen sich kleine Wassertiere an, die sie aus dem Bach gefischt haben.

Foto: Katrin Martens

Ein Drittel der Niederlande liegt unter dem Meeresspiegel. Ohne die Dünen und Deiche, ohne Pumpen und große Wehre wären große Teile des Landes ständig überschwemmt. Kinderreporter Henrik (7) hat im Wassermuseum in Arnheim viel über Wasser gelernt. Lest hier seinen Bericht:

„Ich war im niederländischen Wassermuseum in Arnheim. Die Niederlande liegen ganz tief, eigentlich würde ganz viel überflutet sein. Aber es gibt sehr viele Deiche. Die schützen die Niederlande vor Überflutungen.

Im Museum lernt man ganz viel über Wasser. Es gab zum Beispiel eine Waage. Da konnte man messen, wie viel Wasser man in seinem Körper hat. Das war ganz schön viel.

Von der Quelle ins Meer

An einem Fluss-Modell konnte man sehen, wie das Wasser aus einer Quelle einen Berg hinunterfließt. Mit Holzplatten konnte man den Weg des Wassers umstellen. Und es schwammen Plastikboote im Fluss. Am Ende fließen Flüsse ins Meer.

An einer anderen Station gab es einen Metallkreis, auf den man sich stellen musste. Dann hat man einen Ring an zwei Griffen hochgehoben. Er lag vorher in einem Becken mit Seifenwasser. Als ich den Ring hochgehoben habe, hatte ich einen großen Seifenblasen-Ring. Ich habe ihn immer höhergehoben und dann ist er geplatzt.

Im Museum wird auch gezeigt, wie Wasser durch die Kanalisation abgeleitet wird. Es gab ein großes Abwasserrohr mit mehreren Eingängen. Kinder konnten reinkrabbeln und sehen, wie es innen aussieht. An einem großen Tisch konnte man eine Figur durch ein Wasserlabyrinth führen. Das war gar nicht so leicht, weil da viele Hindernisse waren.

Nach dem Rundgang sind wir mit einem Kescher, einem Eimer, einer Wanne und einer Becherlupe nach draußen zu einem kleinen Bach gegangen. Dort habe ich mit dem Kescher kleine Tierchen aus dem Wasser geholt und in den Eimer getan. Das Wasser wurde in die Wanne umgefüllt, dann konnte man die Tierchen besser sehen. Eins der Tierchen habe ich in meine Becherlupe getan, um es mir anzusehen.

Zurück im Museum durften sich alle Kinder auf einen Stuhl an einem Mikroskop setzen und sich ihre Tierchen ansehen. Sie kamen in einem Wassertropfen in eine Plastikschale. Unter dem Mikroskop sahen sie riesig aus. Auf einer gelben Karte konnte ich nachschauen, welchen Namen das Tier hatte. Ich hatte eine Libellenlarve. Mein Bruder Arne hatte einen Rückenschwimmer. Die Tiere hießen zum Beispiel Ruderwanze, Kleiner Wasserkäfer oder Flohkrebs.

Ich fand es sehr schön in Museum, die Mikroskope haben mir am besten gefallen.“