„Ein echt gutes Detektiv-Gespann“

Johanna (Muiné Keune, Mitte) mit ihren Freunden Anton (Morris Mayer) und Sweta (Greta Kasalo).

Foto: Farbfilm Verleih/Steffen Junghans

Muiné Keune spielt in „Das Geheimnis der gestohlenen Maske“ ein Mädchen, das einen Kunstraub in einem Museum aufklären will. CHECKY! hat mit der 12-jährigen Schauspielerin gesprochen.

Checky: Was ist deiner Meinung nach das Thema des Films „Das Geheimnis der gestohlenen Maske“?

Muiné: Zentral ist vor allem die Botschaft, dass es nicht richtig ist, afrikanische Kunst in Deutschland zu zeigen, die eigentlich in Afrika gezeigt werden sollte, also in dem Land, aus dem die Kunst ursprünglich herkommt. Zwar spielt auch das Thema Mut und Zusammenhalt eine wichtige Rolle. Am wichtigsten finde ich allerdings das Thema Beutekunst.

Erklär doch mal: Was ist Beutekunst?

Beutekunst ist Kunst, die zu Unrecht in einem Land, sagen wir „Land X“, gezeigt wird, weil die Menschen in Land X diese Kunst nicht erschaffen haben und sie auch nicht offiziell von dem Land, in dem die Kunst entstanden ist, ausgeliehen bekommen haben. Land X hat also ein fremdes Land erobert und dann die dortige Kunst erbeutet.

Wusstest du vor den Dreharbeiten, was Beutekunst ist?

Ja, denn meine Mutter ist Afrika-Wissenschaftlerin. Sie kommt aus Kenia und da fahren wir in den Ferien oft hin. Dort gehen wir dann manchmal auch ins
Museum und schauen uns die afrikanischen Kulturgüter an. Es ist schade, dass in Deutschland nicht alle Menschen darüber informiert sind, was Beutekunst ist. Insofern ist der Film „Das Geheimnis der gestohlenen Maske“ eine gute Sache. Er dient nicht nur der Unterhaltung, sondern auch der Information und Aufklärung.

Wie würdest du Johanna im Film beschreiben?

Sie ist ein echt guter Mensch und sehr mutig. Nachdem ihr Opa beschuldigt wird, dass er die Maske gestohlen haben soll, setzt sie alles daran, seine Unschuld zu beweisen. Manchmal ist Johanna zwar ein bisschen verpeilt, aber zusammen mit Anton bilden sie ein echt gutes Detektiv-Gespann.

Inwiefern bist du Johanna ähnlich?

Wir beide sind abenteuerlustig, ein bisschen verrückt und haben gute Freunde. Im Film will Johanna anfangs eher nicht ins Museum. So ging es mir persönlich auch. Aber als ich dann für die Dreharbeiten im Ethnologischen Museum in Leipzig drin war, fand ich es echt cool. Es gibt viele spannende Sachen und auch Dinge zum selbst gestalten und basteln.

Und worin unterscheidest du dich von Johanna?

Johanna ist ein Einzelkind. Ich hingegen habe eine kleine, nervige Schwester. Bei Johanna zu Hause kocht eher der Vater, bei mir macht das meine Mutter. Johannas Mutter ist eine Weiße und ihr Vater ist schwarz. Bei mir ist es gerade andersrum.

Im Film spielt auch Checker Julian mit. Wie war es, mit ihm zu drehen?

Er ist ein echt netter Mensch und sehr hilfsbereit. Er passt super in die Rolle des tollpatschigen Polizisten. Die Szenen mit ihm und der anderen Polizistin sind echt witzig!

In welche Rolle würdest du gerne mal schlüpfen?

Ich würde gerne in einem Piratenfilm mitmachen. Gerne mit vielen gefährlichen Szenen und auf hoher See. Außerdem würde mich mal die Rolle eines Mädchens reizen, das in einer Bösewicht-Familie aufwächst und dann auch mit Waffen herumhantiert.